Espresso ist nicht gleich Espresso

Espresso gilt als die Königin der Kaffeegetränke. Den perfekten schwarzen Genuss wird es aber nur mit einer Siebträger Maschine geben. Das absolute Modegetränk in Südeuropa ist der Espresso. Diese italienische Kaffeespezialität kommt ursprünglich aus Mailand, gehört aber auch hier in Deutschland schon lange zu den beliebten Getränken dazu. Doch kommt es auf zwei wichtige Aspekte an, damit der Genuss ein Genuss ist, und kein Albtraum. Auf der einen Seite klar die richtigen Bohnen und natürlich die richtige Maschine. In Italien gibt es sogar ein Institut, welches sich mit der richtigen Zubereitung des Nationalgetränkes beschäftigt. Bei der richtigen Zubereitung wird eine Siebträger Maschine benutzt. In dieser wird das heiße Wasser unter hohem Druck durch das Kaffeemehl gepresst. Als Ergebnis fließt konzentrierter Kaffee mit der typischen hellbraunen Schaumschicht in die vorher angewärmte Tasse. Der hohe Druck sorgt dafür, dass der Espresso im Vergleich zu einem normalen Kaffee dickflüssiger erscheint. Was die Wassertemperatur betrifft, arbeiten die Geräte hier mit Temperaturen zwischen 88 und 94 Grad. Der ganze Vorgang dauert mit der Maschine etwa 25 Sekunden. Was die Kaffeebohnen selbst betrifft, gibt es große Unterschiede. Die verwendeten Bohnen müssen gleichmäßig und fein gemahlen sein. Bei zu körnigem Pulver fehlen wichtige Aromastoffe. Wurden die Bohnen zu fein gemahlenen, schmeckt der Espresso eher fade. Das italienische Institut hat so zum Beispiel herausgefunden, dass sieben Gramm Pulver der gemahlenen Arabica Bohne der ideale Mittelwert sind. Aromatischer und geschmacksintensiver wird es, wenn die Hälfte des Mehls durch Robusta Bohnen ersetzt wird. Doch jeder muss selbst wissen, welche Bohnen er in seiner Siebträger Maschine benutzen möchte. Hier entscheidet einzig und alleine der persönliche Geschmack. Oft dauert es eine Weile, bis der Favorit gefunden wurde. Wer ihn aber einmal hat, wird nur noch diese Sorte Kaffeebohnen kaufen.